Warum nachts

Ich bin in einem Tal aufgewachsen, in dem es um zehn Uhr abends wirklich dunkel wurde. Als Kind hielt ich das für normal. Heute fahre ich zwei Stunden und steige weitere drei, um diesen Zustand wiederzufinden — und stelle jedes Mal fest, dass er selten geworden ist.

Was mich festhält, ist nicht das Spektakel. Es ist die halbe Stunde, bevor die Kamera überhaupt läuft: kein Wind, kein Licht im Tal, nur das eigene Atmen und die Gewissheit, dass sich in den nächsten sechs Stunden niemand nähern wird. Die Bilder sind das, was von dieser Zeit übrig bleibt.

Ich arbeite allein und langsam. Manche Motive versuche ich über drei Jahre hinweg, weil Neumond, Wetter und Schneelage selten zusammenfallen. Die meisten Nächte enden ohne brauchbares Bild. Das gehört dazu.

Arbeitsweise

60 bis 90 h
stecken in einem fertigen Bild — Anreise, Nächte, Stapelverarbeitung und Ausarbeitung zusammengerechnet.
Jeder Druck
wird vor dem Versand von mir am Fenster geprüft. Was mir nicht gefällt, geht nicht raus, sondern nochmals durch die Maschine.
Signatur
von Hand auf der Vorderseite unten rechts, mit Nummer und Aufnahmedatum auf der Rückseite.

Welche Papiere und Kaschierungen ich verwende, steht auf der Seite Ausführungen.

Kontakt

Fragen zu einem Motiv, zu Grössen oder zur Besichtigung im Atelier: schreiben Sie mir. Ich antworte selbst, meistens innerhalb von zwei Tagen.